Vom Krankenhaus nach Hause: was für die Rückkehr jetzt vorzubereiten ist

Uns erreicht fast täglich folgende Problemstellung: „Meine Frau ist gestürzt. Sie befindet sich gerade im Krankenhaus und kommt morgen wieder nach Hause. Für Ihre Rückkehr brauche ich einen Handlauf.“ Der Partner oder ein Elternteil musste vorübergehend ins Krankenhaus, häufig aus Gründen wie einem Schlaganfall, Unfällen im Haushalt oder auch Demenzerkrankungen.
Die plötzliche Pflegesituation ist herausfordernd sowohl für den Patienten als auch die Angehörigen: Nach dem Aufenthalt im Krankenhaus soll sich die Rückkehr der Pflegebedürftigen so angenehm wie möglich gestalten, vielleicht ist der bis dahin noch mobile Mensch nun jedoch dauerhaft gehbehindert.

Gerade ältere Menschen brauchen nach ihrem Aufenthalt im Krankenhaus anschließend weiter Pflege und Unterstützung. Die Rückkehr wird oftmals schon im Krankenhaus vorbereitet. Pflegegrade, das Pflegebett oder der Rollstuhl werden beantragt, ein passender Pflegedienst wird ausgesucht. Dabei soll der Übergang vom Krankenhausaufenthalt zurück in das vertraute Zuhause so unkompliziert wie möglich verlaufen.

Zudem muss auch die Wohnung pflegegerecht umgestaltet werden: zu enge Türen verhindern das Passieren mit dem Rollstuhl oder es fehlt eine Möglichkeit zum Aufstützen, um sich die Treppen hochzuziehen. Gerade bei Hausbesitzern kommt ein Auszug nicht in Frage und es ist auch nicht immer nötig, die gewohnte Umgebung zu verlassen.
Mit einigen Umbaumaßnahmen wird eine Wohnung pflegegerecht, zudem bezuschussen Krankenkassen den Wohnungsumbau. So kann durch eine spezielle Ausgestaltung der Wohnung Selbstständigkeit und Unabhängigkeit gefördert und die Lebensqualität des Pflegebedürftigen erhöht werden.

Um das Zuhause auf die Pflegebedürftigkeit anzupassen, helfen folgende Fragen, die es zu klären gilt:

  • Welche Schwierigkeiten wird der Pflegebedürftige zu Hause ohne Umbau haben?
  • Welche Hilfsmittel kommen für ihn als Hilfe in Frage?
  • Bringt das Hilfsmittel den gewünschten Nutzen?
  • Was davon übernimmt die Krankenkasse oder die Pflegekasse?

In Absprache mit dem Krankenhaus und je nach Krankheitsbild können mit den folgenden Maßnahmen eine Rückkehr in die eigenen vier Wände vorbereitet werden:

  • Türdurchgänge verbreitern für das Passieren mit dem Rollstuhl
  • Begehbare Dusche mit niedrigem Einstieg und Möglichkeit zum Festhalten
  • Höhenverstellbarer Waschtisch
  • Rutschbrett vom Bett in den Rollstuhl
  • Toilettenumbau mit Handlauf an der Seite
  • Anpassung eines vorhandenen Personenaufzuges mit Haltestangen
  • Treppenlift mit Handlauf
  • Gut umfassbare Handläufe auf beiden Seiten der Treppe
  • Festinstallierte Rampen
  • Abbau von Türschwellen
  • Pflegebett (in Kombination mit Pflegestufe)
  • Rutschhemmende Bodenbeläge
  • Schaffung von Sitzplätzen
  • Hausnotrufsystem installieren
  • Absenkung von Türspion und Fenstergriffen

Um den geliebten Menschen vor weiteren Stürzen zu schützen und die Mobilität desjenigen zu fördern, empfehlen wir das Anbringen von Handläufen, beispielsweise im Treppenhaus, im Bad, im Flur oder in der Toilette. Damit können Angehörige zu Hause bleiben, weil sie das Bad oder das Schlafzimmer in der oberen Etage selbstständig erreichen. So kann der Gang ins Pflegeheim mit dem Einbau eines Handlaufs umgangen werden.

Liegt eine Pflegestufe vor, erstellen wir Ihnen einen Kostenvoranschlag zum Einreichen bei Ihrer Krankenkasse. Sprechen Sie uns einfach an unter: kontakt@treppenshop-dresden.de oder informieren Sie sich über unsere Produkte auf www.treppenshop-dresden.de . Wir beraten Sie gern.

Vom Keller bis zum Dach – wie Handläufe das Wohnen Zuhause ermöglichen

Mit schon einfachen Maßnahmen, nachträglichen Einbauten und kleinen Veränderungen kann eine Wohnung bei laufender Nutzung pflegegerecht umgestaltet werden, und zwar vom Keller bis zum Dach. Dazu zählen z. B. das Anbringen von Handgriffen, Handläufen oder das Versetzen von Fenstergriffen. Dieser Beitrag beleuchtet das Anbringen von Handläufen im gesamten Wohnhaus.

1) Im Keller
Achten Sie bei der Kellertreppe auf einen durchgehenden, griffsicheren Handlauf. Schließlich bieten glatte Wände keine Möglichkeit, sich festzuhalten. Verhindern Sie Stolperfallen, in dem Sie den Durchgangsbereich von Gegenständen freiräumen. Setzen Sie die Treppen möglichst kontrastreich zur Wandfarbe ab. Ein Lichtschalter direkt an der Zugangstür nahe der Handläufe beugt Stürzen vor.

2) Im Treppenhaus und im Aufzug
Ein auf die Bedürfnisse Pflegebedürftiger gestaltetes Treppenhaus ist wichtig, um die eigene Wohnung selbständig aufsuchen und verlassen zu können. Die am besten anders als die Wand farbigen Treppenstufen brauchen bestenfalls einen rutschfesten Belag oder eine Rutschkante. Handläufe in der richtigen Höhe auf beiden Seiten führen sicher von Etage zu Etage. Gut ausgeleuchtete Treppenhäuser ohne überstehende Kanten, dafür aber mit Stühlen oder Klappsitzen zum Ausruhen, erleichtern den Weg im Haus. Deutlich gekennzeichnete unterste und oberste Stufen einer Treppe geben ein zusätzliches Gefühl der Sicherheit. Große und gut erreichbare Tasten, zu denen Handläufe hinführen, falls machbar mit Klappsitz, zeichnen einen barrierearmen Aufzug aus.

3) Im Flur und Eingangsbereich
Handläufe in passender Höhe auf beiden Seiten, die von Zimmerwand zu Zimmerwand reichen, machen das Erreichen von Wohnzimmer, Bad und Küche gut möglich. Sie geben Sicherheit und bieten Verschnaufpausen zum Abstützen.

4) Die Dachbodentreppe
Ein gut beleuchteter Dachboden verhindert das Stolpern. Ein Handlauf an jeder Seite der Treppe und ein Lichtschalter an der Tür machen das Begehen des Dachbodens auch für die in ihrer Mobilität eingeschränkten Menschen möglich.

Wir empfehlen Handlauf-Komplettsets für den Umbau zum pflegegerechten Haus.
Handlaufsets bestehend aus Handläufen und Handlaufhaltern in Buche, Eiche und Esche sind in den Längen ab 0,5 Metern bis 4 Metern im Dresdner Treppen- und Geländerstudio Graber erhältlich. Zu den Handläufen und Handlaufhaltern.